Skip to main content

 

2020-06-14 18:37:07
"Glaubt irgendjemand, eine Milliarde Klimaflüchtlinge seien ein friedlich lösbares Problem?"

» [...] Was nicht so gut ist, sind die Klimaflüchtlinge. Hier reichen die Schätzungen für den Zeitraum von 2035 bis 2050 von 300 Millionen bis zu 1 Milliarde.
Die kommen aber nicht nur wegen etwaiger nasser Füße, sondern erst recht wegen trockener. Zunehmende Hitzewellen bedeuten neben ein paar toten Russen, 2010 waren es 55.000, unzählige tote Afrikaner und andere fremde Leichen.
In Pakistan wurden 2018 die höchsten Temperaturen aller Zeiten gemessen.

Man kann dieses Problems auch nicht Herr werden, indem man die betroffenen Regionen flächendeckend mit Klimaanlagen ausstattet, denn nicht nur verbraucht »Air Condition« schon heute 10 Prozent der weltweit verfügbaren Energie, der Bedarf wird sich wohl bis 2030 verdreifachen, aber obendrein wird es durch den Betrieb der Anlagen außerhalb der komfortabel ausgerüsteten Gebäude nicht kühler, sondern deutlich wärmer.

Was sich in den eh schon zu heißen Metropolen zu einem echten »Catch 22« entwickelt. Eben jenen Städten, in die es viele Menschen immer mehr zieht. Obwohl man schon heute dort kaum mehr atmen kann, denn wer das zum Beispiel in Delhi mit seinen 26 Millionen Einwohnern tut, spart sich nicht nur die Ausgaben für täglich zwei Schachteln Zigaretten, sondern hat auch gute Chancen, zu den weltweit täglich 10.000 Feinstaubtoten zu zählen. Dass man dabei in den meisten Metropolen nicht friert, ist vermutlich ein schwacher Trost.

Auf dem Land folgen auf Hitzewellen Dürrewellen. Aus Dürre folgt Hunger, denn pro Grad durchschnittlicher Erwärmung rechnet man mit einem Ertragminus von 10 Prozent. Folge der Dürren sind mithin Ernteausfälle, Folge der Ernteausfälle steigende Preise, Folge der steigenden Preise mehr Verhungernde, die sich das teurer werdende Grundnahrungsmittel Getreide schlicht nicht mehr leisten können.

Nur am Rande sei daran erinnert, dass wir Menschen trotz der paar beklagenswerten Hitzetoten übrigens nicht weniger werden, sondern mehr. Die letzten vorsichtigen Schätzungen für 2050 bewegen sich zwischen 10 und 18 Milliarden.

Glaubt irgendjemand, eine Milliarde Klimaflüchtlinge seien ein friedlich lösbares Problem?
Einen im Sinn: Frankreich und England waren bei der letzten »Flüchtlingskrise« mit Müh und Not dazu zu bewegen, ein paar tausend Menschen aufzunehmen, aber den Rest der Milliarde können wir ja notfalls im Münchner Umland unterbringen. [...] «

Sven Böttcher | Wir Klimalügner | aus: Die Öko-Katastrophe - Den Planeten zu retten, heißt die herrschenden Eliten zu stürzen; Herausgegeben von Jens Wernicke und Dirk Pohlmann, ISBN 978-3-96789-001-3 | 23.11.2019

# # # # # # # # # # # #

# #